Esbjerg 2004

Am vergangenen Wochenende waren wir in Esbjerg in Dänemark. Das war Klasse. 
Da haben wir den Pokal gewonnen, na jedenfalls zum Teil und in der Aula geschlafen und am Ende gab es richtige Hotdogs und..?
Ach, am besten ich erzähle mal der Reihe nach.....

Es war einmal vor vielen Monden....
Da hat der Esbjerg Swimme Club unseren Team Cup besucht. Denen hat es hier so gut gefallen (ich habe da auch immer was vom
Smørebrød gehört? Ich glaube die fanden unser Kuchenbuffet toll), dass sie im vergangenen Jahr wieder bei uns waren. Wir haben uns darüber sehr gefreut, besonders, weil sie einige Schwimmer mit Handicap dabei hatten, die noch Pflichtzeiten schwimmen sollten. Für uns stand fest: da findet ein Gegenbesuch statt. Im Herbst vergangenen Jahres wurde der Beschluss gefasst: alles was Schwimmhäute hat und SGS heißt ist eingeladen mit nach Esbjerg zu fahren. Im Februar stand dann fest: der Norden“ füllt einen ganzen Reisebus, der Süden schafft es mit 4 Großraumlimousinen.

Solltet ihr einige Bilder nicht angezeigt bekommen, einfach rechte Maustaste und Bild anzeigen auswählen.

Insgesamt sind wir mit 70 Aktiven und fast noch einmal so viel Schlachtenbummlern in Esbjerg angerückt.


Fehlt noch wer?


Muss da noch mehr rein?


Das lässt ahnen...

Aaah, da kommt der letzte Wagen

Schnell noch ein Griff in die Haribo Dose und los geht's

Immer schön dran bleiben
Dann ein verzweifelter Telefonanruf: ihr habt was vergessen....Oh nein!! Aber eine Mama war so nett und hat "es" uns hinterher gebracht. Über das "was" hüllen wir den Mantel der Verschwiegenheit.

Da Mechthild wieder toll für die Verpflegung gesorgt hatte und wir ja um Himmels Willen nix umkommen lassen wollen... 

erst einmal eine kleine Stärkung.


Noch einen SGS Wimpel ins Auto gehängt und ....

weiter geht's
In Esbjerg angekommen stellen wir fest, dass ein Wettkampf im Ausland irgendwie anders ist. Das fängt eigentlich mit der Schwimmhalle an: man geht rein und steht eigentlich gleich auf der Galerie und blickt von oben in das Wettkampfbecken. Jedenfalls sobald die Brille nicht mehr beschlagen ist. Es war nämlich nicht so schön warm wie in Hamburg und jeder der mit Brille hereinkam war erst einmal "blind"
Das ist übrigens die Schwimmhalle. Davor ein riesiger Parkplatz und auf der anderen Straßenseite die Schule in der wir geschlafen und gegessen haben. Das war einfach genial. Alle Kinder (und Erwachsenen) die nicht schwimmen mussten konnten sich dort aufhalten.

Ganz lustig war der Wettkampf. Stellt euch vor unser Manfred, den ich so lange ich am OSP auf Wettkämpfen bin nur als Starter oder ganz selten auch mal als Schiri kenne war Zeitnehmer. Bei uns ist der Zeitnehmer auch gleichzeitig Wenderichter. Das war in Esbjerg nicht so. Da gab es auch auf der Startbrücke neben den Zeitnehmern noch eigens Wenderichter für jede Bahn. Tja, andere Länder, andere Sitten. Apropos andere Sitten: die sagen gar nicht: "Auf die Plätze", oder "Take your marks". Wir haben immer verstanden: "nuschel nuschel Platscher", oder "wetz die Messer". Es gab haufenweise Rateversuche. Es hat mir keine Ruhe gelassen, also habe ich es mir einmal aufschreiben lassen: Pa deves pladser. Über dem a von Pa ist noch so ein Kringel, aber da habe ich jetzt keine Lust den da rauf zu basteln.


Da die Jungens alle ordentlich beschriftet sind, war es gar kein Problem zu fragen, was der Starter denn nun sagt :-) 

So sieht ein Schiedsrichter aus.

Ob das der "Überschlaue" heißt? Ich hätte bei overDOMMER eher das Gegenteil gedacht... 

Dann gibt es noch etwas lustiges: Der Schiedsrichter oder 
"Oberd PIEP mmer"
guckt nach jeder Wende alle Wenderichter an und wartet auf ein Handzeichen, ob die Wende denn auch in Ordnung war. Hier bei Manfred war sie also ok. 


Ich hoffe doch, dass er überhaupt hingeguckt hat und nicht wieder mit den "Mädels" rumgeschäkert hat??

  Das Abstellen von Fahrrädern war in der Schwimmhalle verboten. 
Für unsere Schwimmer waren nach 10 Uhr noch 50m Rücken angesagt. Also: Locker machen! 

René, Bauch rein!

Das Protokoll sitzt direkt in der Halle


Die Sprecherin für die Siegerehrung

Die Ausgabe des Protokolls!
Bitte bedient euch...

    
Dann war endlich Schluss. Nach einem leckeren Abendbrot, was wir in der Schule gegessen haben ging es ab ins "Bett".
Die Erwachsenen natürlich wieder nicht....

Einige aus "dem Norden" hatten sich Häuser gemietet. Bei denen haben wir noch geklönt und auf Mikes Geburtstag angestoßen.

Unsere Jugendlichen haben es sich draußen gemütlich gemacht.

Kann mir einer sagen, um was Britta da bittet? 
Lass' mich bitte schlafen können? Oder: 
Hoffentlich finde ich meinen Kuschelhasen wieder?

Da ist er doch!

Dann kam die Nacht. Unsere Jugendlichen und Kinder waren vorbildlich. Es war mucksmäuschen still. Wir haben alle unseren Schlaf gekriegt. 
Um 7 Uhr war Wecken angesagt.
Nach dem Frühstück gab es morgens mit Kai die Mannschaftsbesprechung.
Danach lange Hose, Pullover und Mütze auf und ab in die Halle zum Einschwimmen


Zum Abschluss noch ein paar Sprints.


Einschwimmen beendet. Thorben powered die Aktiven noch einmal so richtig auf...
Unsere Schwimmer geben wirklich ALLES. Es purzeln nur so die persönlichen Rekorde. Der Wettkampf läuft und es ist an der Zeit die Staffeln sorgfältig aufzustellen. Gilt es doch jeden Punkt zu holen, den wir irgendwie kriegen können.

Die Staffeln!!!

Alles unter den Augen unserer erprobten Schlachtenbummler


Janina hat ihre Brille verloren. Alle am Beckenrand leiden irgendwie mit...
Die Staffeln waren Action pur!

Siegerehrungen

Richtig toll waren die Siegerehrungen. Sie waren fester Bestandteil der Wettkampffolge und dort auch bereits mit aufgelistet. Der Wettkampf wurde unterbrochen und die zu ehrenden marschierten gemeinsam ein. 

Uff, Pause...
Bei so vielen Medaillen kann Michi kaum noch stehen. 

Wer seine Siegerehrung hinter sich hatte und nicht gleich wieder schwimmen musste konnte zurück in "unsere" Turnhalle gehen. Claudia hatte einen Laptop mit und die Kids haben DVDs geguckt.
Mittag!

Wer eifrig schwimmt muss auch eifrig essen. Wir haben uns entschlossen selbst zu kochen. Kai, Sebastian, Dennis, Andrea und und und haben sich in die Küche gestellt und für ALLE! Nudeln mit einer ganz leckeren Soße zubereitet. Wir sind der Meinung:
" Das war Spitze!"
Gegessen haben wir wiederum in einem Raum in der Schule, den wir fast ganz alleine für uns hatten. Eine Super Organisation.



Nun noch ein Verdauungstänzchen und weiter geht's mit dem Wettkampf.

Zuuuugleich!

Wie immer: 50m Freistil der Herren.
Da möchte man Zielrichter sein...




Ingrid?? !!
Was machst du da?

Und wieder heißt es: Gute Nacht!

Am Sonntag dann wie gehabt: Super Vorbereitung des Teams durch: 

Mike: 7 Uhr(eigentlich 6 Uhr, wir hatten Zeitumstellung) Guten Morgen! Aufstehen!

Kai: Mannschaftsbesprechung.

Thorben: Einschwören vor Wettkampfbeginn.

Dann hervorragende Leistungen unserer Schwimmer.

Und: Medaillen über Medaillen bei den Siegerehrungen.

Dann das Ergebnis: Die SGS Hamburg ist punktgleich mit dem Heimatteam aus Esbjerg! Riesenfreude!

Alle Schwimmer stürmen nach unten um den Pokal in Empfang zu nehmen:



Punktgleich, das heißt ein halbes Jahr hat die SGS den Pokal, das andere Esbjerg. So jedenfalls war der Stand am Sonntag Nachmittag. Was stand in der Überschrift: 
zum Teil?
Doch dazu später...

Der Pokal!

Nach diesem ereignisreichen Tag hatten sich wieder einmal alle ihr Abendbrot redlich verdient. Was alle nicht wussten: Unser Versorgungsteam hatte sich wieder etwas besonderes einfallen lassen: Richtige dänische Hot Dogs! 

Ihr wart wirklich klasse. Ich habe selten zuvor so viele leuchtende Augen gesehen:

Ihr wart wieder einmal:

Spitze!


Station 1:

Das original dänische Hot Dog Würstchen.



Station 2a: Ketchup

Station 2b: Senf


Station 3: Röstzwiebeln


Station 4: Gurken


Alle Stationen im Überblick


glänzende Augen...


Froi...


selbst die Großen...


mach' schnell....


bloß nicht fallen lassen...


die ganz Großen

 
Zu guter letzt: Es wird noch vermisst...
Wir haben gefunden...

Kai richtet noch ein paar abschließende Worte an die Mannschaft und die Schlachtenbummler. Alle zusammen waren wir der einhelligen Meinung:

Esbjerg 2004, das war Spitze!

Und nächstes Jahr kommen wir wieder!

Ob so ein Hot Dog bis abends spät vorhält? Wer weiß wann wir in Hamburg landen. Also zum Abschluss in aller Ruhe noch Nudelsalat und Frikadellen, zum Nachtisch einen Griespudding...

Mensch, was geht es uns gut!

So, was ist denn nun mit dem Pokal? Zum Teil, oder was?
Am Mittwoch erreicht Mike eine E-Mail:

Es wurde ein Rechenfehler gefunden. Die SGS Hamburg gewinnt alleine den Pokal mit 231 Punkten.